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Umfrage: Deutliche Zustimmung in der Bevölkerung für Gauck als Bundespräsident

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  • Der Theologe und Publizist Joachim Gauck kann in der Bevölkerung auf eine breite Unterstützung hoffen. Foto: Tim Brakemeier/Archiv
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    Der Theologe und Publizist Joachim Gauck kann in der Bevölkerung auf eine breite Unterstützung hoffen. Foto: Tim Brakemeier/Archiv
Berlin. Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck kann einen Tag nach seiner Nominierung auf breite Unterstützung in der Bevölkerung bauen. Seine am 18. März geplante Wahl zum Staatsoberhaupt finden nach einer Blitzumfrage des ZDF-Politbarometers am Montag 69 Prozent gut. 16 Prozent finden das nicht gut und 15 Prozent haben dazu keine Meinung.

Gauck findet der repräsentativen Umfrage zufolge bei den Anhängern aller Parteien mit Ausnahme der Linken mehrheitliche Unterstützung. Am stärksten fällt diese bei den Anhängern der Grünen (87 Prozent) und der SPD (82) aus, aber auch 71 Prozent der CDU/CSU-Anhänger und 66 Prozent der Anhänger der Piraten sehen in Gauck eine gute Wahl. Bei den Anhängern der Linkspartei überwiegt mit 58 Prozent die Ablehnung. Wegen einer zu geringen Zahl der Befragten mit einer FDP-Präferenz sind dort keine Ergebnisse ausweisbar.

Bei der Nominierung eines gemeinsamen Kandidaten gab es in der Koalition heftigen Streit zwischen der FDP und der CDU/CSU, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) musste schließlich nachgeben. Dennoch sind nur 29 Prozent der Meinung, dass Merkel dadurch politisch geschwächt ist. 65 Prozent glauben das nicht.

Dass Christian Wulff als Bundespräsident zurückgetreten ist, finden 77 Prozent aller Befragten richtig, 17 Prozent halten das für falsch. Stärker umstritten ist die Frage, ob Wulff auf den sogenannten Ehrensold verzichten soll. 54 Prozent sprechen sich für einen Verzicht in jedem Fall aus. 31 Prozent wollen, dass er auf die Bezüge verzichtet, wenn er strafrechtlich verurteilt würde. 11 Prozent meinen, Wulff sollte auf das Geld - rund 200 000 Euro im Jahr - auf keinen Fall verzichten.

© OAZ-Online, 20.02.2012, 22:05 Uhr
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