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Streit um 1100 Leiharbeiter im BMW-Werk Leipzig - IG Metall unterstützt Betriebsrat
Leipzig. Die Gewerkschaft IG Metall unterstützt den Betriebsrat des Leipziger BMW-Werks im Streit um den massenhaften Einsatz von Leiharbeitern. Der Bevollmächtigte Bernd Kruppa sagte am Freitag, BMW sei lediglich der Ausdruck eines viel umfassenderen Problems.
„Hier geht es um ein Thema mit grundsätzlicher gesellschaftspolitischer Bedeutung, nämlich um die Frage, dass in Deutschland die EU-Zeitarbeitsrichtlinie nicht umgesetzt ist. Die spricht ja davon, dass Zeitarbeit an sich eine Frage der vorübergehenden Beschäftigung ist. Was aber vorübergehend in der juristischen Definition heißt, ist überhaupt nicht geklärt“, sagte Kruppa.
Der Leipziger BMW-Betriebsrat hat der Einstellung von 1100 Leiharbeitern widersprochen. Über 40 Prozent der Werksmitarbeiter seien inzwischen Leiharbeiter, das sei nicht akzeptabel. Es müsse mehr unbefristete Festanstellungen geben. Das Arbeitsgericht Leipzig wird demnächst eine Entscheidung treffen müssen - die von weitreichender Bedeutung sein könnte.
„Wir sind nicht gegen Flexibilität, wir sind auch nicht gegen Zeitarbeit an sich“, betonte IG-Metall-Funktionär Kruppa. „Aber wir sind dagegen, dass Leute ohne dass da ein Endpunkt gesetzt ist jahrelang in dieser Beschäftigung tätig sein müssen.“ Die Auseinandersetzung entzünde sich an BMW in Leipzig, sei aber ein bundesweites Phänomen. „Das machen alle“, sagte Kruppa.
In dem Konflikt zwischen BMW und dem Betriebsrat gehe es nicht um die Entlohnung der Zeitarbeiter. „Die ist bei BMW vorzüglich geregelt, die haben einen Tarifvertrag für Zeitarbeiter“, erläuterte Kruppa. „Aber wir haben ein krasses Missverhältnis zwischen der Anzahl der Zeitarbeiter und der Stammbeschäftigten. Da ist die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben.“
BMW verteidigt dagegen den Einsatz der Leiharbeiter. „Ich denke, dass wir für unsere Zeitarbeitskräfte wirklich eine faire Beschäftigung bieten“, sagte Werkssprecher Jochen Müller dem Sender MDR Info. Das weltweite Geschäft zeige, dass es immer Nachfrageschwankungen gebe, und diese müsse man flexibel abfangen können. BMW sei in der Krise ohne Kurzarbeit ausgekommen.
„Hier geht es um ein Thema mit grundsätzlicher gesellschaftspolitischer Bedeutung, nämlich um die Frage, dass in Deutschland die EU-Zeitarbeitsrichtlinie nicht umgesetzt ist. Die spricht ja davon, dass Zeitarbeit an sich eine Frage der vorübergehenden Beschäftigung ist. Was aber vorübergehend in der juristischen Definition heißt, ist überhaupt nicht geklärt“, sagte Kruppa.
Der Leipziger BMW-Betriebsrat hat der Einstellung von 1100 Leiharbeitern widersprochen. Über 40 Prozent der Werksmitarbeiter seien inzwischen Leiharbeiter, das sei nicht akzeptabel. Es müsse mehr unbefristete Festanstellungen geben. Das Arbeitsgericht Leipzig wird demnächst eine Entscheidung treffen müssen - die von weitreichender Bedeutung sein könnte.
„Wir sind nicht gegen Flexibilität, wir sind auch nicht gegen Zeitarbeit an sich“, betonte IG-Metall-Funktionär Kruppa. „Aber wir sind dagegen, dass Leute ohne dass da ein Endpunkt gesetzt ist jahrelang in dieser Beschäftigung tätig sein müssen.“ Die Auseinandersetzung entzünde sich an BMW in Leipzig, sei aber ein bundesweites Phänomen. „Das machen alle“, sagte Kruppa.
In dem Konflikt zwischen BMW und dem Betriebsrat gehe es nicht um die Entlohnung der Zeitarbeiter. „Die ist bei BMW vorzüglich geregelt, die haben einen Tarifvertrag für Zeitarbeiter“, erläuterte Kruppa. „Aber wir haben ein krasses Missverhältnis zwischen der Anzahl der Zeitarbeiter und der Stammbeschäftigten. Da ist die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben.“
BMW verteidigt dagegen den Einsatz der Leiharbeiter. „Ich denke, dass wir für unsere Zeitarbeitskräfte wirklich eine faire Beschäftigung bieten“, sagte Werkssprecher Jochen Müller dem Sender MDR Info. Das weltweite Geschäft zeige, dass es immer Nachfrageschwankungen gebe, und diese müsse man flexibel abfangen können. BMW sei in der Krise ohne Kurzarbeit ausgekommen.
© OAZ-Online, 03.02.2012, 16:18 Uhr
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