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Hinterhermsdorf: Baumfällungen am Steinberg vor dem Abschluss

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    Foto: Mike Jäger
    Im Weißbachtal bei Hinterhermsdorf wurden jede Menge Bäume gefällt.
Am Hinterhermsdorfer Steinberg kommen dieser Tage umfangreiche Waldpflegearbeiten zum Abschluss. Auf rund 22 Hektar ließ die Nationalparkverwaltung an der Grenze zur Böhmischen Schweiz einen sehr hohen Anteil an gebietsfremden Baumarten wie Douglasie und Lärche entnehmen. Auch viele Fichten wurden gefällt, um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Borkenkäfern zu verringern. "Die teilweise tonnenschweren Bäume wurden mit einem Seilkran aus dem 400 Meter langen Hang heraustransportiert. So konnten Schäden für den Waldboden minimiert werden. Wege, die Maschinen aufgrund des fehlenden Frostes und der erforderlichen Transportfahrten stark beansprucht haben, werden nach Abschluss der Maßnahme wieder hergestellt.

Am Rande des Steinberges verläuft das Weißbachtal, ein beliebtes Wandergebiet. Auch hier wurden Fichten abgeholzt, um Licht ins Tal zu bringen und die Wiederansiedlung von Erlen und Weiden, die typisch für einen natürlichen Bewuchs am Bachlauf sind, zu ermöglichen. Der Abtransport wurde über einen Weg des Nationalparks Böhmische Schweiz organisiert. Dennoch waren auf deutscher Seite Reparaturen am Weg durch das Weißbachtal erforderlich. "Die Nationalparkverwaltung ist sich bewusst, dass mit der aktiven Waldpflege mancherorts wie hier im Weißbachtal auch ein liebgewonnener Gebietseindruck über einen gewissen Zeitraum ein anderer ist. Im Frühjahr, bei günstigerer Witterung wird auch der Wanderweg in seiner schmalen Ausführung wieder hergestellt", erklärte Dietrich Butter, Leiter der Nationalparkverwaltung. Bis in das Frühjahr hinein werden durch Hinterhermsdorf noch mehrere Holztransporte erfolgen. Die Belastung durch Lkw-Verkehr für die Anwohner versuche man, so gut es geht, zu minimieren, so Butter.

Mit der Landesdirektion Sachsen hat die Nationalparkverwaltung am Freitag bei einem Ortstermin die Maßnahmen im Weißbachtal begutachtet. Dabei wurden nötige Restarbeiten abgestimmt. Weitere Waldpflegemaßnahmen finden bei Hinterhermsdorf im Waldteil Hohwiese entlang des Weges zur Oberen Schleuse statt. Auch hier befinden sich Flächen, aus denen untypische Baumarten entnommen und der Fichtenanteil verringert werden soll. Der Weg zur Oberen Schleuse muss vom Wettinplatz bis zum Wendeplatz der Pferdekutschen gesperrt bleiben.

Die Nationalparkverwaltung möchte den Anteil der Pflegeflächen im Nationalpark bis 2020 auf ein Drittel, bis 2030 bis auf ein Viertel der Nationalparkfläche reduzieren. Die jetzt durchforsteten Gebiete werden künftig der Natur überlassen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.02.2014.
© DNN-Online, 08.02.2014, 00:00 Uhr
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